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W0112 NS-Kunst: Malerei und Plastik im „Dritten Reich“

Beginn Di., 19.11.2019, 19:30 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 9,50 € - Bitte melden Sie sich für diesen Vortrag an, keine Abendkasse.
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Stefan Schmitt
Kursort Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein, EG, Raum 0.07

Totalitäre Regimes entwickeln eine eigene politische Ikonographie und bedienen sich der Künste zur monumentalen Darstellung und Repräsentation ihrer menschenverachtenden Ideologie. Schon im deutschen Kaiserreich entstand eine völkische Ideologie, die vehement die modernen Tendenzen der deutschen Kunst attackierte. In der Weimarer Republik wurde die Klassische Moderne vom Staat gefördert und von der politischen Rechten und den NS-Kulturideologen zugleich heftig bekämpft. Nach der „Machtergreifung“ wurden die Traditionalisten unter den deutschen Künstlern in die Schlüsselpositionen der Deutschen Kunst befördert. Die „NS-Kunst“ feierte dann Hitler und die nationalsozialistische Weltanschauung, deren Leitbildern die deutsche „gleichgeschaltete“ Kunst zu folgen hatte. Die Maler und Bildhauer schufen Bilder vom „neuen Menschen“ und für den „Blut und Boden“-Kult. Die Bildhauer orientierten sich an der griechischen Kunst der Antike und schufen, wie Arno Breker und Josef Thorak, Kolossalfiguren oder gewaltige Reliefs im Geiste eines pervertierten Neoklassizismus, während in der Malerei überwiegend der akademische Realismus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg triumphierte. Heute werden die Werke des Dritten Reiches nur selten gezeigt und immer wieder lösen sie Kontroversen über die „korrekte“ Präsentation aus. Bis zum heutigen Tag fürchtet man die „Verführungskraft“ ihres inhumanen „Idealismus“, ihres hohlen Pathos und der zynischen Verherrlichung des Krieges.




Termine

Datum
19.11.2019
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein, EG, Raum 0.07, Herzog-Friedrich-Straße 6a



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