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U0114 Philosophie in der Weimarer Republik

Beginn Di., 11.12.2018, 19:30 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 9,50 € . Bitte melden Sie sich für diesen Vortrag an, keine Abendkasse.
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Stefan Schmitt
Kursort Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein, EG, Raum 0.07

Die Philosophie weist im frühen 20. Jahrhundert ein breites Spektrum unterschiedlichster Positionen auf. Zur Zeit der Weimarer Republik gibt es eine Reihe berühmter deutscher Philosophen, aber die deutsche Philosophie der zwanziger Jahre kannte keine dominante Schule mehr. Als neue "Wissenschaft von der Gesellschaft" etablierte sich in den zwanziger Jahren die Soziologie (Max Weber, Georg Simmel) an den Universitäten und avancierte zur politischen Leitwissenschaft der Weimarer Republik. Ihre Vertreter gehörten in der deutschen Hochschullandschaft zu den wenigen Anhängern des demokratischen Systems (Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Walter Benjamin). Ein weiterer Exponent der marxistisch inspirierten Philosophie war der Pazifist Ernst Bloch. Neben der linken entwickelte sich in der Weimarer Republik auch eine rechtsintellektuelle Gesellschafts- und Kulturkritik (Oswald Spenglers "Untergang des Abendlandes"). Mit Ernst Jünger oder Arthur Moeller van den Bruck gehörte Spengler zu den Wegbereitern des Nationalsozialismus. Neben der Kulturkritik entstand in der Weimarer Republik die neue Richtung der Kulturphilosophie (Ernst Cassirer). Die Auflösung traditioneller Wertegefüge und der Erste Weltkrieg riefen in vielen Philosophen die Sehnsucht nach einem religiösen Halt herauf (Max Scheler, Edith Stein). Die Existenzphilosophie wiederum fand in Karl Jaspers und Martin Heidegger unterschiedliche Ausprägungen. Die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 brach viele der Entwicklungen der zwanziger und beginnenden dreißiger Jahre in der deutschen Philosophie ab. Der Vortrag möchte einen Überblick über die vielfältigen Tendenzen geben.




Termine

Datum
11.12.2018
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein, EG, Raum 0.07, Herzog-Friedrich-Straße 6a



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