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A0110 Max Liebermann – Protagonist der modernen Kunst und Zielscheibe der Antisemiten und Chauvinisten

Beginn Di., 09.02.2021, 19:30 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 10,00 € - Bitte melden Sie sich für diesen Vortrag an, keine Abendkasse.
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Stefan Schmitt
Kursort Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein, EG, Raum 0.07

Max Liebermann (1847 – 1935) wurde als Sohn eines Industriellen in eine liberale großbürgerliche jüdische Familie in Berlin geboren. Er gilt international als der berühmteste Vertreter des Deutschen Impressionismus, begann als realistischer Maler und löste mit seinem „Christus im Tempel“ den größten Kunstskandal der Bismarck-Ära aus, in dessen Verlauf er zur Zielscheibe der Antisemiten wurde. Als Präsident der Berliner Secession erfuhr er später seitens der konservativen und völkischen Kunstkritik heftige Anfeindungen. Im chauvinistisch aufgeladenen kulturellen Klima des deutschen Kaiserreiches wurde er, der Bewundererder Kunst des „Erbfeindes“ Frankreich, auch durch Kaiser Wilhelm II attackiert. Er war der streitbare und weltoffene Protagonist der Moderne im Konflikt mit einer traditionalistischen akademischen Kunstauffassung unter dem Leitbild einer heroischen Verklärung deutscher Geschichte. Liebermann und die Berliner Secession wurden zum Inbegriff der Moderne vor dem Ersten Weltkrieg. Nach der „Machtergreifung“ erfuhr auch Liebermann die antijüdischen Repressalien des NS-Regimes.




Termine

Datum
09.02.2021
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein, EG, Raum 0.07, Herzog-Friedrich-Straße 6a



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