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W0110 NS-Kunst: Architektur im „Dritten Reich“

Beginn Di., 01.10.2019, 19:30 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 9,50 € - Bitte melden Sie sich für diesen Vortrag an, keine Abendkasse.
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Stefan Schmitt
Kursort Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein, EG, Raum 0.07

Der Totalitarismus baut sich megalomane Kulissen. Die gigantischen Bauprojekte des Nationalsozialismus sind Bühnen der faschistischen Repräsentation und Symbole monumentaler Hybris. Im Faschismus wird der Mensch zum Ornament, die Masse wird geformt. So war das Nürnberger Parteitagsgelände im Dritten Reich Schauplatz des völkischen Kultes mit Aufmärschen und Formation in Reih und Glied, ausgerichtet auf den Führer, der in einem quasireligiösem Staatskult als „Messias“ und Einzelner vor gewaltigen Menschenmassen deren Huldigungen entgegen nahm. Die Umgestaltung des Münchner Königsplatzes überformte den Klassizismus „Isar Athens“ zur Weihestätte der „Bewegung“ mit der „Führervilla“, dem „Braunen Haus“ und den „Ehrentempeln“ für die „Märtyrer“ des Hitlerputsches. Bauten wie das „Haus der Deutschen Kunst“ in München und die Neue Reichskanzlei in Berlin führen in ihrem spezifischen Neoklassizismus den Ewigkeitsanspruch des „Tausendjährigen Reiches“ vor Augen. Die alle Dimensionen sprengende Umgestaltung Berlins im Projekt „Germania“ trieb den monumentalen Wahn auf die Spitze. Der von der Architektur begeisterte Hitler sah sich als oberster Baumeister „Großdeutschlands“ und hatte in seinem „Leibarchitekten“ Albert Speer einen tatkräftigen Vollstrecker gefunden. Die erhaltenen Bauten wie auch die Ruinen des Nationalsozialismus gelten heute als Mahnmale.




Termine

Datum
01.10.2019
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein, EG, Raum 0.07, Herzog-Friedrich-Straße 6a



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